| Tag 2 Am nächsten Tag führte uns unsere Tour über Ampezzo zum Zoncolan. Wie wir ja
bereits im Vorjahr erfahren mussten, wurde auch die Westrampe stark entschärft. Lediglich
die Tunneldurchfahrten sind noch nicht geteert. Vom Zoncolan ging's dann über Tolmezzo
und das Val d' Aupa nach Pontebba. Da wir uns zwischenzeitlich aus den Augen verloren
hatten und es nun auch zu regnen begann, haben der Sigi und ich uns in Pontebba ein Cafe
gesucht, wo wir uns erst einmal einen Capuccino gönnten. Als dann auch der Rest [dank
GPS-Hilfe] eingetroffen war, sind wir weiter über den Cason di Lanza nach Ravascletto, wo
wir im Vorjahr Quartier bezogen hatten. Nachdem der Regen nachgelassen hatte, nahmen wir
natürlich auch die Panoramica (m.E. ein Highlight im Friaul) in Angriff. Das schlechte
Wetter und die Fahrt unter der Woche war wohl mit ein Grund dafür, dass wir lediglich
einem Land Rover begegneten. Die Regenwolken hatten sich allerdings nun verzogen, so dass
wir wieder dieses grandiose Panorama genießen konnten. Die Rückfahrt zum Hotel erfolgte
über ein weiteres Highlight, die Forcella de Lavardet. Dort angekommen, wollte der Kalle
noch einen Abstecher zu der Käserei unternehmen, die wir im letzten Jahr zusammen mit dem
Michael entdeckt hatten. Oben angekommen haben wir uns zuerst mit Käse und Wurst
eingedeckt. Nachdem alles verstaut war, fragte ich den Sigi, ob wir den kurzen Abstecher
zum Durchbruch ins nächste Tal fahren sollen, den wir letztes Jahr durch Zufall entdeckt
hatten. Nachdem der Sigi ja vor allem wegen der Schotterstrecken mitgefahren ist, war die
Frage aber wohl überflüssig. Ich hatte allerdings nicht damit gerechnet, dass die beiden
"Schotterneulinge" Joe und Kalle uns direkt nachfahren würden. Als wir an der
Kehre angekommen waren, wo der Michael letztes Jahr seine Goibe abgelegt hatte, konnten
wir in Ruhe die Bemühungen der beiden, uns zu folgen, beobachten. Als Erster kam der Joe
mit weit aufgerissenen Augen an und fragte sogleich: "Geht das noch weiter
so???" Anschließend und problemlos folgte ihm der Kalle. Da wir nicht die gesamte
Strecke wieder bergab fahren wollten, beschlossen wir zu wenden und zurück zu kehren.
Beim Wenden passierte dann dem Kalle ein Missgeschick und er konnte seine Goibe nicht mehr
halten. Und das vielleicht zwei Meter entfernt vom "Liegeplatz" Michael's Goiber
im letzten Jahr. Der Sigi brachte die Maschine dann über das erste Steilstück hinunter,
anschließend kamen wir alle wieder wohlbehalten im Hotel an, wo wir Wolfgang bei einem
Bier von unserem Ausflug zur Käserei erzählten.
(Tagestour gesamt 295 KM) |
 
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